Bauhandwerkerschule für Maurer und Zimmerer

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Angesprochen sind Erwachsene mit abgeschlossener facheinschlägiger Lehre, die eine universelle bautechnische Ausbildung suchen oder sich berufsbegleitend weiterbilden möchten.

Ausbildungsinhalte, Prüfungen und Zertifikate:

Die Ausbildung zum "Bauhandwerker" umfasst neben einer Weiterbildung in den allgemein bildenden Gegenständen wie Deutsch, Politische Bildung, Angewandte Mathematik, Angewandte Physik, Chemie, Ökologie und Darstellende Geometrie die Vermittlung von bautechnischen sowie bauwirtschaftlichen Kenntnissen in Mitarbeiterführung und Mitarbeiterausbildung, Bauhof, Baukonstruktion, Statik, Baubetrieb sowie Konstruktionsübungen. In sämtlichen Modulen werden auch die Anwendungen von EDV und CAD gelehrt.

Bilder aus dem [Unterricht]

Schwerpunkte für Maurer:

Stahl-, Stahlbeton- und Holzbau, Vermessungswesen, Technischer Ausbau, Entwurfzeichnen, Laboratorium und Bautechnisches Praktikum.

Schwerpunkte für Zimmerer:

Holzbau, Technischer Ausbau, Vermessungswesen, Entwurfzeichnen und Werkstätte.

Ausbildungsdauer:

3 Jahre, jeweils ab Ende November, 13 Unterrichtswochen (Weihnachts-, Semester- und Osterferien nicht eingeschlossen).
45 Wochenstunden, unterrichtet wird von Montag bis Freitag ganztägig.

Zu den Stundentafeln: [1]  [2]

Wer unterrichtet in den technischen Gegenständen?

  • FachtheoretikerInnen (BauingenieurInnen und ArchitektInnen mit Universitätsabschlüssen), die vor Schuleintritt eine mehrjährige Praxis als ZiviltechnikerIn, in Baufirmen, Behörden, technischen Büros oder in der Bauaufsicht absolviert haben.

  • Fachpraktiker, die vor Eintritt in den Schuldienst viele Jahre in der Regel als Bauleiter, Baumeister, Zimmermeister oder als Poliere bei ausführenden Firmen am Bau tätig waren.

  • Ständiger Praxisbezug durch nebenberufliche Tätigkeit der LehrerInnen in teilweise eigenen ausführenden Firmen, in Planungsbüros, Ziviltechnikerbüros, als SachbearbeiterInnen in der Baustoffprüfstelle oder als technische Sachverständige.

Keine Studiengebühr!

Abschluss:

Die AbsolventInnen erhalten eine fachliche Weiterbildung, die sie zur Ausübung einer gehobenen Tätigkeit in ihrem Fachgebiet befähigt. In der Bauhandwerkerschule für Maurer wird meist eine Berufsausbildung als Polier angestrebt, bei den Zimmerern die Zimmermeisterberechtigung. Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung. Eine Weiterbildung ist an der HTL- Abendschule für Berufstätige möglich. Der Abschluss der Bauhandwerkerschule ermöglicht dabei eine Einstufung in ein höheres Semester.

Bilder der [Abschlussprüfung]

Einstiegsvoraussetzungen, Aufnahmebedingungen:

Positiver Abschluss der 8. Schulstufe (Hauptschule, Gesamtschule, AHS) und abgeschlossene einschlägige Handwerkslehre. Mindestalter 18 Jahre.

Anmeldung:

Jederzeit in der Direktion der HTBLuVA Wien III, Leberstraße 4c.

Benötigte Unterlagen:

Gesellenbrief, Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis und Meldezettel.

Kostenlose Modulberatung und Einstufung

Auskünfte:

Online auf www.bauberufe.eu

oder

Direktionskanzlei / Tel. 01/ 799 26 31-103
Mo, Do: 8:00- 12:00 und 13:00-18:00 Uhr,
Di, Mi, Fr: 8:00-12:00 und 13:00-15:00 Uhr

Schauen Sie doch einfach beim nächsten „Tag der offenen Türe“ vorbei! www.htl3.at

Weiterer Karrierefokus

Sie möchten Visionen realisieren? Verfügen über technische Begabung und räumliches Vorstellungsvermögen? Die große Breite des Themas Bautechnik eröffnet Ihnen interessante Perspektiven und erfordert präzise Schwerpunktsetzung: Planung, Gestaltung und Realisierung von privaten und öffentlichen Bauwerken sind die Bereiche, die wir mit Ihnen fokussieren werden. Erwerben Sie umfangreiche Kompetenzen und damit ein breites Betätigungsfeld für Ihre berufliche Zukunft.

Der fachtheoretische Unterricht beschäftigt sich mit wichtigen konstruktiven und technischen Details. Der besondere Schwerpunkt wird auf zeitgemäße Gestaltung, wirtschaftliche Ausführung und energiebewusstes Bauen gelegt. Versiert im Umgang mit allen gängigen Baustoffen und neuesten Technologien, erwerben Sie die Befähigung, Führungsaufgaben in Betrieben und technischen Büros zu übernehmen. Aufgrund der umfassenden fachtheoretischen und -praktischen Ausbildung sind Sie als Absolvent des Kollegs für Hochbau in leitenden Positionen des mittleren Managements gefragt und in Architektur- und Planungsbüros sowie in allen Bereichen der Bauwirtschaft einsetzbar.

Voraussetzungen und Studiendauer an unseren HTL- Abendkollegs:

  • ohne berufliche Vorbildung
    8 Semester und 2 Semester Vorbereitungslehrgang, berufsbegleitend

  • mit facheinschlägiger Lehrabschlussprüfung
    8 Semester Abendkolleg berufsbegleitend

  • für Absolventen der Baufachschule, Bauhandwerker u. Werkmeister
    6 Semester Abendkolleg berufsbegleitend

  • mit Matura (AHS, BHS) bzw. Studienberechtigung bzw. Berufsreifeprüfung
    6 Semester Abendkolleg berufsbegleitend

Nach einer dreijährigen Praxis erreicht man die EU-Berufsbezeichnung "Ingenieur".

Zugang zu Berufen

Die HTL- Ausbildung vermittelt eine höhere berufliche Bildung, die am Arbeitsmarkt unmittelbar umsetzbar ist und die Verwendung in gehobenen Berufen ermöglicht. Die AbsolventInnen verfügen über einen vergleichbar hohen beruflichen Ausbildungsstand wie Absolventen postsekundärer Ausbildungsgänge in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und können ähnliche Verantwortungen übernehmen sowie entsprechende Aufgaben ausüben. Für die selbständige Erwerbstätigkeit müssen neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Ausübung eines Gewerbes die allfälligen spezifischen Praxis- und/oder Befähigungsprüfungsnachweise erfüllt werden. AbsolventInnen der oben angeführten Lehranstalten können nach Erfüllung der erforderlichen Voraussetzungen zum Beispiel Gewerbeunternehmen des Wärme-, Schall- und Branddämmers bzw. des Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigers führen, bzw. die Meister- oder Befähigungsprüfung des Betonwaren-, Kunststein- und Terrazzoerzeugers, Dachdeckers, Stuckateurs und Trockenausbauers sowie des Bau-, Zimmer-, Steinmetzmeisters oder für das technische Büro ablegen. Darüber hinaus ist der Zugang zum Handelsgewerbe und Gewerbe des Handelsagenten gegeben.

HTL, HTBLA – technische, gewerbliche und kunstgewerbliche Schulen

Höhere Technische Lehranstalten (HTL) und Höhere technische Bundeslehranstalten (HTBLA) dienen vor allem der technischen Berufsausbildung. Die Fächer bestehen zum einen Teil aus allgemein bildenden Fächern – inklusive einer lebenden Fremdsprache, normalerweise Englisch – und zum anderen Teil aus der technischen Spezialausbildung. Die Technischen Lehranstalten bieten je nach Standort unterschiedliche Schwerpunkte.
Die HTL-Diplom- und Reifeprüfung berechtigt zum Hochschulstudium an allen österreichischen Hochschulen. Nach dreijähriger Berufspraxis, die auf den in der HTL erworbenen Kenntnissen beruht, kann die Absolventin/ der Absolvent der HTL um die Standesbezeichnung „Ingenieur“ (Ing.) ansuchen, welche vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit verliehen wird.

Eine HTL wie die Camillo Sitte Lehranstalt- mit angeschlossener staatlicher Versuchsanstalt- wird als HT(B)L(u)VA geführt.

Postsekundäre Bildung

Postsekundäre Bildungseinrichtungen sind Kollegs und Akademien. Die Studiendauer ist kürzer als an Fachhochschulen und Universitäten, der Besuch von staatlich oder öffentlich geführten Kollegs/ Akademien ist kostenlos, abgesehen von den Kosten für Unterrichtsmaterialien.

Ein Kolleg soll AHS-MaturantInnen die Möglichkeit bieten, in (im Vergleich zu Universitäten) kurzer Zeit unterschiedlichste Ausbildungen erwerben zu können. Es herrscht eine schulmäßige Anwesenheitspflicht mit fixen Schularbeits- und Testterminen. Zur Aufnahme genügt die Matura oder alternativ eine Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung.

Es gibt Kollegs als Tagesform, aber auch Berufsbegleitende Formen. Auch Abgänger von vierjährigen Fachschulen können das Kolleg in der Fachrichtung, in der der Fachschulabschluss erlangt wurde, besuchen. Höhere Technische Lehranstalten – Berechtigungen in der Europäischen Union: Diplom- und Reifeprüfungszeugnisse sind gemäß Richtlinie 95/43/EG vom 20. Juli 1995 der Nachweis einer reglementierten Ausbildung im Sinn von Anhang D der Richtlinie 92/51/EWG und einem Diplom im Sinne dieser Richtlinie gleichgestellt (Postsekundäre oder universitätsähnliche Ausbildungsstufe mit mehr als ein Jahr und weniger als drei Jahren Studiendauer. Postsekundäre Sonderformen der HTL (Aufbaulehrgang und Kolleg) dauern vier bis sechs Semester.

Österreichische Fachhochschulen rechnen einschlägige Vorkenntnisse von HTL-AbsolventInnen an und ermöglichen dadurch einen direkten Einstieg in das 3. Semester. Deutsche Fachhochschulen bieten vermehrt spezielle, auf die Vorbildung der HTL zugeschnittene Kurse in Österreich an. In der Regel werden 4 Semester Vorbildung anerkannt, wodurch ein FH-Abschluss in der halben Studiendauer möglich wird. Britische und amerikanische Universitäten bieten teilweise Kurse an, die in zwei Semestern den Bachelor-Abschluss ermöglichen.

Zugang zum tertiären Sektor

Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung berechtigt zur Aufnahme eines Studiums an einer Universität, Hochschule, Akademie oder an einem Fachhochschul-Studiengang. Bei Aufnahme eines Studiums an einem einschlägigen FH-Studiengang kann die Studienzeit verkürzt werden.

  • Nach dreijähriger einschlägiger Berufspraxis Zuerkennung des Berufstitels "Ingenieur".

  • Erleichterungen bei der Ablegung der Bau- bzw. Zimmermeisterprüfung.

  • Verleihung "Ingenieurtitel"

Zuständig für Auskünfte in rechtlicher und fachlicher Hinsicht:

Verband österreichischer Ingenieure (VÖI)
1010 Wien, Eschenbachgasse 9

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